Freitag, 5. Januar 2018

Billiglohn für Handarbeit

Gesundes neues Jahr 2018!

Nach langer Sendepause beginnt dieses Jahr mit einen kleinen persönlichen Aufreger.

Um meinen nimmermüden, stets in Alarm befindlichen, Geist etwas abzulenken, stricke ich wieder ... ja, Socken ... auf einer Einbettstrickmaschine.
Nach vielen Versuchen und Übungen kann ich meine bunten Socken auf einer sehr alten, aber gepflegten Brother, wahlweise auch Empisal Strickmaschine fertigen. Die Muster steche ich mir selbst passend als Lochkarte. Das Stricken auf der Maschine erweist sich als gelenkschonend und bedarf der vollen Konzentration auf das eigene Tun.



Kurz mit den Gedanken abgeschweift ...
Schwups, ist ein Strickfehler geboren.
Nun erleichtert solch ein kleines mechanisches Wunderwerk ungemein die Arbeit. Trotzdem bleibt die Herstellung von Socken sehr aufwendig. Die Sockenspitzen fertige ich weiterhin mit einem Nadelspiel. Auch die Innennaht muss händisch geschlossen werden. Es gilt Fäden zu vernähen oder zu verweben.

Jedes Sockenpaar ist mit viel Zeit und Geduld erstellt. Ich stricke nur, was mir gefällt. Mit jedem verschenkten oder weggegebenen Paar gebe ich auch etwas Herzblut mit.





Um so mehr verwundert mich, dass man Handgestricktes zum reinen Wollpreis erwerben kann.
Handarbeit zum Nulltarif?
Der Stundenlohn einer Strickstunde entspricht nicht mal der Entlohnung eines Ein-Euro-Jobs ... Wieviel ist Mann/Frau wert?

Nö, dann behalte ich meine Socken und überrasche weiterhin den einen oder anderen lieben Mitmenschen.