Mittwoch, 2. November 2011

Spaziergang am Spreeufer - Teil 2

Gestern nutzte ich das wunderschöne Herbstwetter zu einem Spaziergang an der Spree Richtung Kaisersteg.
Entlang des Ufers gab es für den aufmerksamen Spaziergänger viele kleine Glücksmomente zu erleben.
Lautes Zwitschern lenkte den Blick ins Geäst der vielen Bäume, die den Wanderweg säumen.
Ein bizarre Gebilde aus modernden Holz vor einer Kulisse aus verschiedenen Strauchwerk war einen Schnappschuß wert.
Ein mir sehr bekanntes Schilpen liess auf die Anwesenheit von Spatzen schliessen und richtig! An mannshohen Hecken fühlte sich eine kleine Scharr Sperlinge wohl.
Unweit davon tummelten sich einige Entenpaare auf der Spree und liessen sich in Seelenruhe von mir fotografieren in der Hoffnung auf ein paar Happen Brot. Beim nächsten Mal! Versprochen!
Ist er nicht hübsch?
Erpel mit zwei Locken am Popo ;O)
Na, wenn die nicht locken ...
Die Zeit verging, wie im Flug.
Ups, da war sie ja schon, die Fuß- und Radfahrerbrücke.
Verbindungsglied zwischen Nieder- und Oberschöneweide.
Der Kaisersteg!
Der Parkweg führt direkt darunter hinweg.
Wer jedoch seitwärts die Stufen erklimmt oder den schräge Anstieg von der Strasse wählt,
wird mit einer fantastischen Aussicht auf die Spree belohnt.
Hier ein Blick Richtung Oberspree.
Erstaunlich, wie anmutig sich die alten Fabrikgebäude in die Natur einfügen. Hut ab vor den ehemaligen Bauherren!
Im Hintergrund sieht man die Treskow-Brücke.
Auch die Jüngeren brauchen sich nicht zu verstecken.
Majestätisch und doch filigran spannt sich der neue Kaisersteg über die Spree.
Kaum zu glauben, dass diese zarten Seile die Schwingungen einer 140 Meter langen und 400 Tonnen schweren Brücke auffangen.
Die Kosten des obligatorischen Rettungsringes dürften kaum bei 4 Millionen Euro Baukosten ins Gewicht gefallen sein.
Bei solch gewichtigen Fakten erscheint das Umfeld in einem anderen Licht, nicht wahr?
Schöneweide ist ein Sanierungsgebiet.
Hier werden Millionen verschenkgt.
Inzwischen fungiert der Kaisersteg tatsächlich als Verbindungsglied.
Ein Kommen und ein Gehen auf der Brücke.
Ruhender Verkehr am Fuße des Brückenpfeilers.
Irgendwie erinnert es an Ostsee ;O)
Beringte Möwen auf der Spree.
Nebst Nachwuchs.
Letze Sonnenstrahlen werden getankt.
Stolze Schwäne durchziehen das Wasser.
Meterlange Schleppkähne kreuzen das Gewässer.
Während der "Platz am Kaisersteg" fast menschenleer wirkt.

Persönlich befinde ich den Platz für zu groß und modern.
Er paßt nicht zu uns - zu frei und offen.
 Verstärkt wird dieser Eindruck durch die teilweise unsanierten brachliegenden Fabrikgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft.
Spielfeld für Schmierfinken.
Ihre "Werke" zieren nicht nur Gebäude.
Jeden einzelnen Buchstaben würde ich sie mit der Zahnbürste abputzen lassen ...
Über den Platz führt ein Weg den geneigten Besucher durch eine ehemalige Krananlage zur Wilhelminenhofstrasse in Oberschöneweide.

Mehr dazu in meiner Fortsetzung ...