Dienstag, 1. November 2011

Spaziergang am Spreeufer - Teil 1

Der Blick aus dem Flurfenster weist auf herbstliches Wetter hin. Leuchtend gelbbraun werden die Flächen vom fallendem Laub bedeckt.
Manche Bäume halten noch recht fest an ihrer einst grünen Pracht. Sicherlich wird auch ihr Laubwerk bald Fahrzeuge und Wege schmücken.
Überall sieht man große und kleine Baustellen durch den herbstlichen Anstrich hindurch lugen.
Die Fassaden der schmucken Wohnhäuser werden durch das fallende Laub wieder sichtbar.
Nachzügler nutzen das schöne Herbstwetter, um auch ihre Wände sanieren zu lassen. Hier und da klaffen noch Baulücken aus der vermeintlich fast geschlossenen Strassenfront.
Wohnraum ist hier, in Niederschöneweide sehr begehrt. Kein Wunder bei all den schmucken Häusern. Noch ist das Wohngebiet als einfache Wohnlage eingestuft.
Doch die Idylle trügt:
Der Strassenlärm raubt dir nachts den Schlaf. Man hört die Fahrzeuge durch das Abrollgeräusch ihrer Bereifungen schon von Weitem nahen. Die ewige  Fahrzeugkarawane wird nur durch das Schliessen der S-Bahn-Schranken unterbrochen. Kurze Wohltat für Ohren und Seele.

Kehrt man jedoch der vielbefahrenen Strasse den Rücken gen Süden, eröffnet sich dir eine ganz andere Sichtweise auf dieses Viertel.
Hinter der Häuserzeile liegt dir die Spree zu Füssen. Alte, modernisierte  und neue Fabrikgebäude säumen das gegenüberliegende Ufer.
Breit und ruhig fliessend liegt die Spree zu Füßen, flankiert von Industrie und Erholungswesen.
Erholungsuchende werden hier fündig.
Modernes und Altes stehen hier auf engsten Raum.
Schöneweide war einst der größte Industriestandort Europas.
Ein langgehegter Wunsch, mittels Füßgängerbrücke die Ortteile Niederschöneweide mit Oberschöneweide wieder zu verbinden wurde im Jahre 2007 wahr. Wir begeben uns auf die "Wanderung zum Kaisersteg".
 Nordwärts erreicht man die langgestreckte Parkanlage über eine kleine Brücke, die eine kleine Hafenanlage des ehemaligen Ruderclubs überbrückt.
Diese eigentlich noch voll funktionsfähige Wasseranlage fristet umzäunt ihrem Verfall entgegen.
Während einige Wenige ihren ganz privaten Traum hier ausleben können.
Dieser wenig einladend wirkende Sitzplatz symbolisiert, wie nah doch Schatten und Licht einander stehen.
Doch folgen wir zunächst dem Pfad durch die Parkanlage. Obwohl noch reichlich Blätter fallen werden, sind hier schon die Heinzelmännchen unterwegs. Am Ende des Ausfluges werden sich hier einige große Haufen Blattwerk auftürmen.
Derweil tummeln sich reichlich Federvieh auf Spree.
Begegnungen der anderen Art:
Während sich der Schwan warnend aufbauscht, beobachtet der Kleinspitz interessiert dessen Treiben.
Sicher an Herrchens Leine geführt, kann er halt mal den Helden markieren ;O)
Unbeeindruckt zog der Schwan weiter seine Bahnen und tauchte an der Uferwand nach Fressbarem.
im Schlepptau dieses Blässhuhn.
Ist es nicht schön?
Doch verlieren wir das Ziel nicht aus den Augen:
Dort rüber wollen wir ;O)

Fortsetzung folgt ...