Freitag, 23. Dezember 2011

Tage der Freßsucht

Sie ist wieder da, die Zeit des Fressens.
Erstaunlich, wie die Leute und man auch selbst, geneigt sind, anläßlich der bevorstehenden Feiertage, Lebens- und Genußmittel zu hamstern.
Traurig und erschreckend, dass viele Jugendliche nicht einmal den Weihnachtsgedanken kennen.
Sie glauben teilweise, Heiligabend ist extra als Tag der, meist zu vielen, Geschenke erfunden.

Auch wir waren gestern Essen einkaufen, nicht viel, aber dennoch zu viel. Unsere Familie ist so klein, dass ich nicht weiß, warum wir so viel Kuchen brauchen. Eigentlich möchte ich nur Selbstgebackenes auf den Tisch bringen. Wir haben funktioniert. Unbewußt haben wir uns mehr oder weniger schwer erkennbaren Mechanismen unterworfen.

Bei Einkauf von Fleischwaren, meist nur für die Katze ;O) , fallen mir immer bestimmte Personen, die gerne viel essen, ein. Ich sehe sie vor meinem geistigen Auge, sich sabbernd die Hände reiben. Sichtbarer Ausdruck ihrer Vorfreude über das angeblich besondere und reichhaltige Geschmacks- erlebnis. Unsichtbarer Ausdruck über einen Mangel in ihrer Kindheit: Ausreichend benötigte Zuwendung! Während mir das Essen eher eine lästige, meist zur "Unzeit" erforderliche Pflicht ist, schließlich muß man ja dem Körper Energie zuführen, schockiert mich eigentlich das Wissen über das, was wir essen. Essen müßen!

Wem ist schon wirklich bewußt, dass man bei dem Verzehr von Kalb oder Lamm KINDER ißt?
Wem ist schon bekannt, dass den Kälbern bei ihrer industriellen Aufzucht die natürliche Muttermilch vorenthalten wird? Sie erhalten Kunstmilch, angereichert mit Antibiotikum, damit der letzte Tropfen Milch der Mutter Profit erwirtschaftet. Im Umkehrschluß: Wir essen, bereits in der frühsten Kindheitsphase beginnende, unter Ernährungsmangel leidende Tiere. Ich trinke gerne Milch ... Über den grausamen Umgang mit Nutzvieh möchte ich hier nicht eingehen. Dieses eine kleine Beispiel ist nur ein Kristall der Spitze eines Eisberges, namens Profit! Einige Wenige bereichern sich auf Kosten von Mensch und Tier und nutzen Gesetzmäßigkeiten ganz bewußt und gezielt, also gewissenlos, aus.

Und wenn ich hiermit einen Anstoß gegeben habe, über vielleicht nur einen Punkt des angesprochenen Themas ernsthaft nachzudenken, ist es ein Gewinn, ein verdientes Geschenk!

Frohes Fest!

Montag, 14. November 2011

Winterzeit

Mir ist schon ein Weilchen weihnachtlich ums Herz.
Am Fenster leuchtet bereits ein Stern und der Balkon hüllt sich in feierlichen Rot-Grün. Beleuchtet von Hunderten kleinen LED-Lichtern.
Dass Weihnachten mit großen Schritten naht, merkt man an den Leuten. Die Geschäfte sind rappelvoll von unfreundlichen und gereizten Menschen.
Armes Verkaufspersonal!

Da lob` ich mir  unsere geflügelten Besucher.
Das Herz hüpft bei diesem Anblick.
Dass es immer kälter wird, kann man nicht nur am Thermometer ablesen. Nein, auch an der Art der Besucher. Sie waren auch schon da: Kernbeißer.
Dieser scheue Vogel kam schon voriges Jahr zum Futterplatz. Ihr eigentliches Zuhause ist zwei Häuserzeilen weiter. Noch steht dort keine hand made Futterquelle parat. Dieses Foto stammt aus dem vorigen Jahr, weil mir bisher kein neuer Schnappschuß gelungen ist.
Wie diese Handstulpen!
Eigentlich muß die Blüte auf links gestrickten Untergrund herausgestrickt werden. Da links Gestricktes auf vier Nadeln immer ungleichmäßig gestrickt wirkt, habe ich es halt glatt rechts versucht. Na, ja, mit mäßigem Ergebnis.
So ungefähr sollte es eigentlich ausschauen.
Wird ein Paar Handstulpen für ein Kind.
Extra hellgraue Wolle gekauft vom gleichen Anbieter.
Diesmal eine furchtbare Qualität. Nicht anständig verzwirnt. Ständig bleibt man zwischen den Fäden hängen.
Hoffentlich ist die gebunkerte weiße Wolle besser ;O)
Ich will noch Schmetterlinge auf dem Handrücken sitzen fliegen sehen.

Dienstag, 8. November 2011

Lustlos

Irgendwie ist die Luft raus:
Kein Nadelklappern,
kein Bloggen,
kein Spazieren ...

Jeden Tag was Kleines schaffen ...!?


Samstag, 5. November 2011

Reise mit dem Hausboot

Reise mit dem Hausboot
als Stationery

Schöne Scraps gibt es hier => Digital-Crea

Mittwoch, 2. November 2011

Spaziergang am Spreeufer - Teil 2

Gestern nutzte ich das wunderschöne Herbstwetter zu einem Spaziergang an der Spree Richtung Kaisersteg.
Entlang des Ufers gab es für den aufmerksamen Spaziergänger viele kleine Glücksmomente zu erleben.
Lautes Zwitschern lenkte den Blick ins Geäst der vielen Bäume, die den Wanderweg säumen.
Ein bizarre Gebilde aus modernden Holz vor einer Kulisse aus verschiedenen Strauchwerk war einen Schnappschuß wert.
Ein mir sehr bekanntes Schilpen liess auf die Anwesenheit von Spatzen schliessen und richtig! An mannshohen Hecken fühlte sich eine kleine Scharr Sperlinge wohl.
Unweit davon tummelten sich einige Entenpaare auf der Spree und liessen sich in Seelenruhe von mir fotografieren in der Hoffnung auf ein paar Happen Brot. Beim nächsten Mal! Versprochen!
Ist er nicht hübsch?
Erpel mit zwei Locken am Popo ;O)
Na, wenn die nicht locken ...
Die Zeit verging, wie im Flug.
Ups, da war sie ja schon, die Fuß- und Radfahrerbrücke.
Verbindungsglied zwischen Nieder- und Oberschöneweide.
Der Kaisersteg!
Der Parkweg führt direkt darunter hinweg.
Wer jedoch seitwärts die Stufen erklimmt oder den schräge Anstieg von der Strasse wählt,
wird mit einer fantastischen Aussicht auf die Spree belohnt.
Hier ein Blick Richtung Oberspree.
Erstaunlich, wie anmutig sich die alten Fabrikgebäude in die Natur einfügen. Hut ab vor den ehemaligen Bauherren!
Im Hintergrund sieht man die Treskow-Brücke.
Auch die Jüngeren brauchen sich nicht zu verstecken.
Majestätisch und doch filigran spannt sich der neue Kaisersteg über die Spree.
Kaum zu glauben, dass diese zarten Seile die Schwingungen einer 140 Meter langen und 400 Tonnen schweren Brücke auffangen.
Die Kosten des obligatorischen Rettungsringes dürften kaum bei 4 Millionen Euro Baukosten ins Gewicht gefallen sein.
Bei solch gewichtigen Fakten erscheint das Umfeld in einem anderen Licht, nicht wahr?
Schöneweide ist ein Sanierungsgebiet.
Hier werden Millionen verschenkgt.
Inzwischen fungiert der Kaisersteg tatsächlich als Verbindungsglied.
Ein Kommen und ein Gehen auf der Brücke.
Ruhender Verkehr am Fuße des Brückenpfeilers.
Irgendwie erinnert es an Ostsee ;O)
Beringte Möwen auf der Spree.
Nebst Nachwuchs.
Letze Sonnenstrahlen werden getankt.
Stolze Schwäne durchziehen das Wasser.
Meterlange Schleppkähne kreuzen das Gewässer.
Während der "Platz am Kaisersteg" fast menschenleer wirkt.

Persönlich befinde ich den Platz für zu groß und modern.
Er paßt nicht zu uns - zu frei und offen.
 Verstärkt wird dieser Eindruck durch die teilweise unsanierten brachliegenden Fabrikgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft.
Spielfeld für Schmierfinken.
Ihre "Werke" zieren nicht nur Gebäude.
Jeden einzelnen Buchstaben würde ich sie mit der Zahnbürste abputzen lassen ...
Über den Platz führt ein Weg den geneigten Besucher durch eine ehemalige Krananlage zur Wilhelminenhofstrasse in Oberschöneweide.

Mehr dazu in meiner Fortsetzung ...


Dienstag, 1. November 2011

Spaziergang am Spreeufer - Teil 1

Der Blick aus dem Flurfenster weist auf herbstliches Wetter hin. Leuchtend gelbbraun werden die Flächen vom fallendem Laub bedeckt.
Manche Bäume halten noch recht fest an ihrer einst grünen Pracht. Sicherlich wird auch ihr Laubwerk bald Fahrzeuge und Wege schmücken.
Überall sieht man große und kleine Baustellen durch den herbstlichen Anstrich hindurch lugen.
Die Fassaden der schmucken Wohnhäuser werden durch das fallende Laub wieder sichtbar.
Nachzügler nutzen das schöne Herbstwetter, um auch ihre Wände sanieren zu lassen. Hier und da klaffen noch Baulücken aus der vermeintlich fast geschlossenen Strassenfront.
Wohnraum ist hier, in Niederschöneweide sehr begehrt. Kein Wunder bei all den schmucken Häusern. Noch ist das Wohngebiet als einfache Wohnlage eingestuft.
Doch die Idylle trügt:
Der Strassenlärm raubt dir nachts den Schlaf. Man hört die Fahrzeuge durch das Abrollgeräusch ihrer Bereifungen schon von Weitem nahen. Die ewige  Fahrzeugkarawane wird nur durch das Schliessen der S-Bahn-Schranken unterbrochen. Kurze Wohltat für Ohren und Seele.

Kehrt man jedoch der vielbefahrenen Strasse den Rücken gen Süden, eröffnet sich dir eine ganz andere Sichtweise auf dieses Viertel.
Hinter der Häuserzeile liegt dir die Spree zu Füssen. Alte, modernisierte  und neue Fabrikgebäude säumen das gegenüberliegende Ufer.
Breit und ruhig fliessend liegt die Spree zu Füßen, flankiert von Industrie und Erholungswesen.
Erholungsuchende werden hier fündig.
Modernes und Altes stehen hier auf engsten Raum.
Schöneweide war einst der größte Industriestandort Europas.
Ein langgehegter Wunsch, mittels Füßgängerbrücke die Ortteile Niederschöneweide mit Oberschöneweide wieder zu verbinden wurde im Jahre 2007 wahr. Wir begeben uns auf die "Wanderung zum Kaisersteg".
 Nordwärts erreicht man die langgestreckte Parkanlage über eine kleine Brücke, die eine kleine Hafenanlage des ehemaligen Ruderclubs überbrückt.
Diese eigentlich noch voll funktionsfähige Wasseranlage fristet umzäunt ihrem Verfall entgegen.
Während einige Wenige ihren ganz privaten Traum hier ausleben können.
Dieser wenig einladend wirkende Sitzplatz symbolisiert, wie nah doch Schatten und Licht einander stehen.
Doch folgen wir zunächst dem Pfad durch die Parkanlage. Obwohl noch reichlich Blätter fallen werden, sind hier schon die Heinzelmännchen unterwegs. Am Ende des Ausfluges werden sich hier einige große Haufen Blattwerk auftürmen.
Derweil tummeln sich reichlich Federvieh auf Spree.
Begegnungen der anderen Art:
Während sich der Schwan warnend aufbauscht, beobachtet der Kleinspitz interessiert dessen Treiben.
Sicher an Herrchens Leine geführt, kann er halt mal den Helden markieren ;O)
Unbeeindruckt zog der Schwan weiter seine Bahnen und tauchte an der Uferwand nach Fressbarem.
im Schlepptau dieses Blässhuhn.
Ist es nicht schön?
Doch verlieren wir das Ziel nicht aus den Augen:
Dort rüber wollen wir ;O)

Fortsetzung folgt ...